Innenansicht der Kirche der Stille

Ein Abend mit jüdischen Lyrikerinnen und Obertonklängen – Dem Wunder leise die Hand hinhalten

Sonntag, 7.11.2021 19:00

Ein Abend mit jüdischen Lyrikerinnen und Obertonklängen
Dem Wunder leise die Hand hinhalten

Angela W. Röders liest Texte von Else Lasker-Schüler, Gertrud Kolmar, Dagmar Nick, Mascha Kaléko, Rose Ausländer und Hilde Domin, Dichterinnen jüdischen Schicksals, die Verfolgung erleiden mussten oder es beschrieben. Ihnen gemeinsam ist die Stärke und Gabe, schmerzhaft Geschehenes dichterisch zu wandeln. Die Heilkraft der Poesie wirkt sowohl auf die Dichterinnen selbst, als auf die, die sie empfangen.

Der poetische Ausdruck ist bei ihnen durchaus unterschiedlich.
Mascha Kaléko besaß die Fähigkeit, die großen Themen wie Verlassenheit, Emigration, Liebe und Tod den Ton der Leichtigkeit, des Humors, der Melancholie zu verleihen.
Für Rose Ausländer steht im Mittelpunkt ihres lyrischen Erlebens der Mensch mit seinen Ängsten, Nöten und gelegentlichen Freuden. „Schreiben war Leben – Überleben“.
Hilde Domins Gedichte wirken wie Versuche, dem Wunder Realität zu verschaffen.
Dagmar Nicks poetisches Werk ist durch den Satz aus einem ihrer Gedichte zu erahnen: „Ach, in der Liebe zu sein und so nah dem Verlust.“
Gertrud Kolmars Lyrik geht den Weg aus der „Süße des Innenraums“ hin zu strenger Form und nahezu revolutionärem Feuer.
Die Musikerin Kara Albert greift die Atmosphäre der Gedichte auf, verstärkt, begleitet und verbindet sie mit Oberton-Gesang, Tambura, Monochord und Gemshorn.

Angela W. Röders, Schauspielerin, Rezitatorin und
Kara Albert, musikalische Begleitung mit verschiedenen Obertoninstrumenten, Gemshorn, Obertongesang

Kosten 15 / 10 Euro